{Gesehen} The Crown – Season 1

Image via imdb.com

Darum geht es:
The Crown focuses on Queen Elizabeth II as a 25-year-old newlywed faced with the daunting prospect of leading the world’s most famous monarchy while forging a relationship with legendary Prime Minister, Sir Winston Churchill. The British Empire is in decline, the political world is in disarray, and a young woman takes the throne….a new era is dawning. Peter Morgan’s masterfully researched scripts reveal the Queen’s private journey behind the public facade with daring frankness. Prepare to be welcomed into the coveted world of power and privilege and behind locked doors in Westminster and Buckingham Palace….the leaders of an empire await.

Eckdaten:
Trailer: Youtube
Sender
: Netflix
Jahr: 2016
Staffel: 1 von bisher 4 geplanten
Anzahl Folgen/Staffel: 10
Laufzeit einer Folge: etwa 60 Minuten
Schauspieler: Claire Foy, Matt Smith, Victoria Hamilton, Vanessa Kirby, John Lithgow, Ben Miles, Jeremy Northam, Pip Torrens, Nicholas Rowe

Meine Meinung:
Ich mag historische Stoffe sehr gern, egal ob Buch, Film oder Serie. Aber meistens bewege ich mich da in Zeiten die schon mindestens 100 Jahre eher mehr her sind. Was auch bedeutet, dass die darin vorkommenden Personen, sofern es sie wirklich gegeben hat, tot sind. Und überhaupt sind die zentralen Figuren ja meist fiktiv und historische Persönlichkeiten spielen nur eine Nebenrolle.

All das ist in The Crown nicht gegeben. Die Handlung fängt 1947 an und erstreckt sich in der ersten Staffel bis ins Jahr 1956, also eine Zeit, die noch nicht wirklich lange zurückliegt. Und mit der Familie Windsor steht nicht nur eine real existierende Familie im Mittelpunkt der Serie, der Großteil der Charaktere und besonders die zentrale Figur, Queen Elizabeth, sind noch gesund und munter.
Und obwohl ich es absolut nicht erklären kann warum, war das irgendwie ein seltsames Gefühl, dass es da jetzt schon als zu ihren Lebzeiten eine Serie über sie gibt. Keine Ahnung, ob und wie sehr Queen Elizabeth und Co in die Entwicklung der Serie und der einzelnen Drehbücher eingebunden waren und ob sie grundsätzlich ihre Zustimmung gegeben haben, aber teilweise kam ich mir da fast etwas wie ein Voyeur vor, gerade bei eher privaten Szenen.

Aber wenn ich dieses Gefühl ignorierte, nahm mich die Serie schnell gefangen. Klar, es geht um eine königliche Familie und viel Politik in einem zerfallenden Weltreich. Aber gleichzeitig ist das ganz auch die Geschichte einer jungen Frau, die auf einmal nen Job bekommt und realisiert, dass sie dem überhaupt nciht gewachsen ist und zumindest anfangs vollkommen überfordert ist. Und gleichzeitig ist da auch noch eine Familie, voller Leute, die alle irgendwas wollen und denen sie irgendwie gerecht werden muss. Was gar nicht möglich ist.

Ich kann Claire Foy gar nicht genug loben für ihre Darstellung der jungen Queen Elizabeth. Es ist großartig, wie sie mit ganz wenig Mimikveränderung subtile Gefühlsveränderungen ausdrücken kann.
Aber wirklich ans Herz gewachsen ist mir vor allem Princess Margaret mit ihrer lebensfrohen unkonventionellen Art. Churchill dagegen war furchtbar anstrengend und sowas von unsympathisch. Wobei eigentlich fast jeder zumindest mal temporär unsympathisch wirkte, egal wer.
Aber ganz allgemein ist der Cast wirklich nur zu loben. Nicht nur für die durchgehend gute Leistung, sondern auch dafür wie ähnlich alle Bildern von dem historischen Persönlichkeiten sehen.

Große Politik passiert natürlich auch, es ist die Zeit nach dem Weltkrieg und Europa befindet sich im Umbruch. The United Kingdom erst recht, das Commonwealth zerfällt immer mehr. In der Serie bekommt das aber mehr am Rande mit. Man wird zwar Zeuge einiger Kabinettssitzungen – Churchill ist in der Serie die zweitwichtigste Figur und mehr oder weniger der Gegenspieler zu Elizabeth -, aber da geht es auch mehr um das Verhältnis von Regierung zu Queen und weniger um Weltgeschehen.
Aber es gibt immer mal wieder Einblicke in das Leben um 1950 und das fand ich hochinteressant. So Dinge wie die Smog-Katatrophe von 1952 mit Tausenden Toten, von der ich vorher noch nie gehört hatte, wird zum Beispiel ausführlich behandelt. Schon allein dafür lohnt sich das Anschauen.

Ein sehr interessanter Serienauftakt, wobei ich die historische Korrektheit nicht unbedingt beurteilen möchte und kann. Aber es sieht sehr beeindruckend und authentisch aus. Meine Erwartungen hat die Staffel deutlich übertroffen und ich freue mich, dass es schon im Dezember mit der zweiten Staffel weitergeht.

Dieser Beitrag wurde unter 4 Sterne, Historical, Serien abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu {Gesehen} The Crown – Season 1

  1. 365tageimleben schreibt:

    Mir gefällt die Serie auch sehr :)

    Gefällt 1 Person

  2. Miss Booleana schreibt:

    Die Serie steht auch schon auf meiner Watchliste und mir gingen ähnliche Dinge wie dir durch den Kopf und ich frage mich wie sich das für die portraitierte Person anfühlen muss die Serie zu schauen. Die Vorstellung finde ich fast ein bisschen unheimlich. Aber der Erfolg spricht für sich, so um Weihnachten schaue ich bestimmt mal rein.

    Gefällt 1 Person

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