{Gesehen} Star Wars: Episode I – The Phantom Menace

Image imdb.com

Worum geht es:
The evil Trade Federation, led by Nute Gunray is planning to take over the peaceful world of Naboo. Jedi Knights Qui-Gon Jinn and Obi-Wan Kenobi are sent to confront the leaders. But not everything goes to plan. The two Jedi escape, and along with their new Gungan friend, Jar Jar Binks head to Naboo to warn Queen Amidala, but droids have already started to capture Naboo and the Queen is not safe there. Eventually, they land on Tatooine, where they become friends with a young boy known as Anakin Skywalker. Qui-Gon is curious about the boy, and sees a bright future for him. The group must now find a way of getting to Coruscant and to finally solve this trade dispute, but there is someone else hiding in the shadows. Are the Sith really extinct? Is the Queen really who she says she is? And what’s so special about this young boy?

Eckdaten:
Trailer: Youtube
Jahr:
1999
Land: USA
Laufzeit: etwa 133 Minuten
FSK: 6
Darsteller: Liam Neeson, Ewan McGregor, Natalie Portman, Jake Lloyd, Ian McDiarmid, Pernilla August, Ahmed Best

Meine Meinung:
Manchmal hatte ich ja schon das Gefühl der einzige Mensch auf der Welt zu sein, der keinen der Star Wars Filme jemals von Anfang bis Ende gesehen hat. Wobei ich ja lustigerweise trotzdem die Handlung sehr grob recht gut erzählen könnte, dank popkultureller Osmose.
Aber Netflix fand den zustand ja auch unerträglich und hat sich erbarmt und die Filme ins Angebot aufgenommen, so dass ich mich dran machen konnte, diese Bildungslücke zu schließen (FunFact: Ich hab auch noch nie Ghostbusters gesehen). Worauf sich natürlich gleich das nächste Problem stellte: In welcher Reihenfolge sieht man die nun? Das Internet hat – wie so typisch – sehr viele Antworten auf diese Frage, aber keine eindeutige. Sie chronologisch nach Erscheinungsdatum zu sehen erschien mir genauso logisch wie der inneren Chronologie zu folgen. Den Ausschlag gab dann ganz simpel Faulheit. Wenn ich bei I anfange, komme ich nicht so leicht durcheinander, wie wenn ich bei IV anfange. Und da sind wir. Hallo Star Wars. Inklusive Spoilers übrigens, weil hallo a) der Film ist 18 Jahre alt (Oh Gott) und b) jeder außer mir kennt ihn.

Nun ja. Okay, man merkt, dass der Film älter ist, aber ich hätte ja auch nicht fast 2 Jahrzehnte warten müssen (haha, das wird lustig bei der Originaltrilogie…). Inzwischen wirkt halt nicht mehr alles so futuristisch, aber das ist nicht weiter schlimm. CGI und Co. hat sich auch weiter entwickelt natürlich. Aber trotzdem sieht Corcusant beeindruckend aus.

Anakin ging mir auf die Nerven. Also nicht der Junge selbst, der war  sogar recht niedlich. Aber diese Chosen-One-Trope war hier einfach extremst ausgeprägt und ich fand es so anstrengend. Vor allem weil es immer wieder erwähnt wird. Und werden muss, denn wirklich unter Beweis stellen tut der Junge es nicht. Da wirkt er eher wie der beste Nachwuchs-Mechaniker der kompletten Galaxie.
Und: wenn die Macht so stark in dem Jungen ist und er anfällig für die Dark Side ist, ist es doch erst recht sinnvoll ihn auszubilden und ihm Werkzeuge an die Hand zu geben mit der er wenigsten theoretisch in der Lage sein könnte mit Versuchungen umzugehen? Was hat sich das Council dabei gedacht? Ich versteh es nicht.

Ansonsten hat mir der Film aber überraschend gut gefallen, dafür dass er eigentlich recht wenig Handlung enthält. Das wichtigste passiert in Naboo, aber der Zuschauer verbringt viel zu viel Zeit auf Tatooine. Auch wenn das Rennen recht interessant war, so war doch von Anfang an klar, dass Anakin es irgendwie in allerletzter Sekunde gewinnen wird. Muss ja. Aber Spaß machte es.

Spannender fand ich dagegen das Jedi-Sith-Duell (2 gegen einen wie unfair). Aber gleichzeitig fand ich da die Rolle der Sith auch viel zu wenig erklärt. Wer sind sie, was wollen sie, wie viele gibt es? Und warum sieht Darth Maul (was ist das für ein Name, ey?) auf so eine verstörende Art sexy aus? Für mich war dieser Kampf auch der Höhepunkt und irgendwie das Finale des Films. Die große Schlacht drumherum hatte einige gute Momente – Padme* die sich mit ihrer Gruppe durch das Schloß kämpft – aber im Großen und Ganzen fand ich sie vor allem viel zu albern und hab ihr auch nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

*was soll der rote Strich auf den weißen Lippen symbolisieren? Das hat mich total irritiert und von allem anderen abgelenkt.

Überhaupt: Obi-Wan und Qui-Gon <3 Die beiden bilden ein großartiges Team und es ist so schade, dass ich nicht mehr Zeit mit ihnen beiden verbringen kann.
Alles in allem ein unerwartet guter Auftakt, der neugierig macht auf die folgenden Filme.

Bechdel Test: 3/3 erfüllt
1) es gibt zwei namentlich eingeführte Frauen: Amidala / Padme und Shmi
2) die sich miteinander unterhalten: ja, zwar nicht lang, aber sie unterhalten sich
3) über etwas anderes als einen Mann: über Sklaverei

Yay, guter Anfang.

Dieser Beitrag wurde unter 4 Sterne, Filme, ScienceFiction abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu {Gesehen} Star Wars: Episode I – The Phantom Menace

  1. bullion schreibt:

    Oh, das ist sehr spannend erst heute mit „Star Wars“ zu beginnen und keine nostalgischen Verklärungen usw. im Hintergrund zu haben. Bin gespannt auf deine weiteren Besprechungen!

    Gefällt 1 Person

    • Amerdale schreibt:

      Es ist irgendwie ein seltsames Gefühl, die Filme erst jetzt zu sehen, eben weil sie solche Klassiker sind und man ihnen bzw. Anspielungen darauf ja auch ständig begegnet.

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  2. solera1847 schreibt:

    Ich finde den Film insgesamt viel besser als die populäre Meinung darüber zu sein scheint. Gerade Jar-Jar Binks kommt ja immer furchtbar schlecht weg, wohingegen er mich nie sonderlich gestört hat. Und die Schlacht-Szene gegen Ende ist durchaus gelungen. Episode II dagegen gefällt mir wesentlich weniger, denn da geht’s ja fast nur noch um’s Abschlachten – aber vermutlich stehe ich da mit meiner Meinung recht allein auf weiter Flur.

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    • Amerdale schreibt:

      Ha, ich fand Episode II auch schlechter xD Jar-Jar fand ich insofern nervend, als ich ziemliche Probleme hatte ihn zu verstehen. Weiß nicht ob das unbedingt so gewollt war, ansonsten joa.

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  3. hemator schreibt:

    Ja, die Sith und der Mangel an Informationen – ganz allgemein, etwa über den politischen Kontext der Alten Republik – sind neben anderen Dingen eines der Probleme von Episode I. Gerade zu den Sith sind die Informationen eigentlich auch reichhaltig vorhanden, da George Lucas sie als Hintergrund in Drehbuch schrieb und sie deshalb in Terry Brooks‘ Filmroman auftauchen (später wurde das dann von diversen Romane- und Comicschreiberlingen aufgegriffen und ausgestaltet). Ursprünglich gab es viele Sith, die in einem großen Krieg gegen die Jedi kämpften. Die Sith hatten die zahlenmäßige Überlegenheit, verloren aber trotzdem, weil es in ihren Rängen stets Machtkämpfe gab, sodass sie die geeinten Jedi nicht besiegen konnten und so vernichtet wurden. Nur ein Sith überlebte: Darth Bane. Darth Bane beschloss aufgrund der Erfahrungen, dass es von nun an immer nur zwei Sith geben sollte: Den Meister, der die Macht verkörpert und den Schüler, der nach ihr strebt. Wenn der Schüler stark genug ist, besiegt und tötet er den Meister und wird seinerseits Meister eines neuen Schülers. Von nun an sollten die Sith auch nicht mehr offen agieren, sondern im Geheimen am Fall der Republik und der Jedi arbeiten. Diese Linie setzt sich ununterbrochen bis zu Darth Sidious und Darth Maul fort.

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    • Amerdale schreibt:

      Oh super, danke für die Info.
      Aber, öh, was ist wenn Sith-Meister und Schüler gleichzeitig sterben? Einfach durch nen dummen Unfall oder so. Das würde ja ihr Ende bedeuten, oder?

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      • hemator schreibt:

        Tja, kein Plan ist völlig perfekt. Aber die Sith schätzen ihre Kompetenz halt ziemlich hoch ein – nicht ganz zu unrecht, schließlich haben sie auf diese Art tausend Jahre überdauert. ;)

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