{Gelesen} Andy Weir: Artemis

Taschenbuch, 305 Seiten
Crown, 2017
ISBN: 978-0-525-57266-4
Goodreads

Klappentext:
Jasmine Bashara never signed up to be a hero. She just wanted to get rich.
Not crazy, eccentric-billionaire-rich, like many of the visitors to her hometown of Artemis, humanitys first and only lunar colony. Just rich enough to move out of her coffin-sized apartment and eat something better than flavored algae. Rich enough to pay off a debt she’s owed for a long time.
So when a chance at a huge score finally comes her way, Jazz can’t say no – even though it requires her to graduate from small-time smuggler to full-on criminal mastermind. But engineering the perfect crime is just the start of Jazz’s problems, because her little heist is about to land her in the middle of a conspiracy for control of Artemis itself. Trapped between competing forces, pursued by a killer and the law alike, she’ll have to hatch a truly spectacular scheme to have a chance at staying alive and saving her city. Jazz is no hero, but she is a very good criminal. That’ll have to do.

Meine Meinung:
The Martian war eines meiner Top-Bücher letztes Jahr und dementsprechend hoch waren meine Erwartungen während ich gleichzeitig auch bezweifelte ob es dem Autor gelingen würde seinem Erstlingswerk ein ebenso gutes Buch folgen zu lassen.
Und dann kam Artemis endlich bei mir an. Ernsthaft die Post hat länger gebraucht um das Buch zu liefern als ich um es zu lesen. Und in mir reifte vor allem eine Erkenntnis: Ich will nie, nie auf den Mond. Das Leben dort klingt furchtbar anstrengend, auch wenn weniger Schwerkraft natürlich schon verlockend ist.

Eine Erkenntnis, die ich nur dem Buch verdanke. Denn vorher hatte ich gar keine wirkliche Vorstellung davon wie Leben auf dem Mond denn wirklich aussehen könnte. Dank Weir habe ich jetzt eine sehr gründliche. In einem Interview mit io9 hat er erzählt, dass er ein ganzes Jahr damit verbracht hätte, Artemis – die titelgebende Stadt auf dem Mond – so realistisch und plausibel wie möglich zu planen, bevor er dann mal anfing mit dem eigentlichen Buch.
Und das merkt man so sehr. Artemis ist die eigentliche Hauptperson des Buches und so wahnsinnig durchdacht, dass es mich einfach nur komplett beeindruckt hat. Artemis wirkt so real und greifbar, als gäbe es wirklich eine Stadt auf dem Mond.

Daneben gibt es auch noch viel technisches, chemisches und physisches Fachgeschwaffel, bei dem ich teilweise nicht mehr mitgekommen bin, weil es mir da doch zu viele Begriffe wurden, die ich erst mal nachschlagen musste. Und mir manchmal auch ehrlich gesagt egal war, wie nun x und y reagieren, solange mir das Buch erklärt, ob das Ergebnis nun gut oder schlecht ist.

Und dann ist da noch Jazz, die zentrale Figur des Romans. Sie ist weder auf den Kopf noch auf den Mund gefallen, steht sich liebend gern selbst im Weg und bringt sich immer wieder in Schwierigkeiten. Meist aber genauso gut und einfallsreich auch wieder hinaus. Mit einer gehörigen Portion Sarkasmus gratis dazu. Also genau der Typ Hauptfigur, der für mich unwiderstehlich ist. Es macht einen Riesenspaß Jazz auf ihrer Entwicklung von Schmuggel hin zu groß angelegter Wirtschaftssabotage zu folgen.
Die restlichen Figuren bleiben alle etwas blass und man erfährt nur wenig über sie, der Fokus liegt schon sehr stark auf Jazz. Das ist teilweise etwas schade, gerade bei Lene Landvik sehe ich auch viel Potential für eine eigene Geschichte (wie wärs mit nem zweiten Band, der in Artemis spielt?)

Sehr unterhaltsam, sehr spannend und sehr lehrreich. Sozusagen ein Überraschungsei in Bücherform. Nur zu empfehlen. Auf deutsch leider erst im März 2018 erhältlich, aber für englischsprachige Leser auch ein gutes Weihnachtsgeschenk.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter 5 Sterne, Bücher, Buchbesprechungen, ScienceFiction abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu {Gelesen} Andy Weir: Artemis

  1. bullion schreibt:

    Klingt super, danke für den Tipp! :)

    Gefällt 1 Person

  2. solera1847 schreibt:

    Ich liebe den „Marsianer“, nun weiß ich schon, was ich mir im Frühjahr besorgen werde! Vielen Dank für die schöne Rezension!

    Gefällt 1 Person

  3. Pingback: {Rückblick} Meine Top 5 in 2017 | Mind Palace

  4. Pingback: 5 Bücher, die ich 2018 lesen möchte | moviescape.blog

Mit der Abgabe eines Kommentars erklärst Du Dich mit der Speicherung und Verarbeitung Deiner Daten durch diese Website einverstanden. Weitere Informationen dazu findest Du in meiner Datenschutzerklärung (https://amerdale.wordpress.com/datenschutzerklaerung/)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.