{Gelesen} Judith & Christian Vogt: Die 13 Gezeichneten

Die 13 Gezeichneten

Taschenbuch, 590 Seiten
Bastei Lübbe, 2018
ISBN: 978-3-404-20892-0
Goodreads

 

Klappentext:
Sygna, die Stadt des Handwerks. Die Stadt der magischen Zeichen. Nur wer mindestens ein Zeichen beherrscht, darf sich Meister nennen. Seit die Armee von Kaiser Yulian Sygna erobert hat, ist den Einheimischen die Ausübung der jahrhundertealten Magie jedoch verboten. Die Besatzer wollen selbst die Herrschaft über die Zeichen erlangen, und besonders haben sie es auf die legendären, verschollenen Urzeichen abgesehen.
Eine Gruppe von Rebellen unter Führung des verkrüppelten Schreinermeisters Ignaz Dreifinger will dies um jeden Preis verhindern. Auch Dawyd, Mitglied der Fechtgilde, wird gegen seinen Willen für die Ziele der Rebellen eingespannt. Doch als die Geheimpolizei der Eroberer gnadenlos gegen den Freiheitswillen der Stadt vorgeht, wird der Kampf für Dawyd persönlich.

Meine Meinung:
Letztes Jahr im Oktober lasen Judith und Christian Vogt auf der BuCon eine Ausschnitt aus diesem Buch vor und ich fand ihn super interessant. Und freute mich darauf, dass Buch in meinem Urlaub nach Weihnachten in aller Ruhe lesen zu können. Tja, und dann verschob sich das Erscheinungsdatum. Um ganze zwei Monate. Aber Ende Februar hatte ich es dann endlich in der Hand.

Und hab dann erst mal einige Zeit damit verbracht, die wunderschöne Karte – gestaltet von Hannah Möllmann – zu bewundert und Detail um Detail zu entdecken. Und es ist ein schöner Zug vom Verlag, dass die Karte sowohl am Anfang als auch am Ende des Buches abgedruckt ist. Macht es einfacher zwischendrin mal was nachzuschauen.

Denn die Stadt Sygna und ihren Aufbau fand ich am Anfang etwas verwirrend, bis ich mich rein gefunden hatte. Wobei – den Namen find ich immer noch irritiererend und schreib/les konsequent immer erst mal Synga xD Aber was Sygna viel mehr auszeichnet als ihr Aufbau, sind die besonderen Fähigkeiten ihrer Einwohner – die magischen Zeichen, die es erlauben besonders hochwertige Produkte herzustellen. Und die natürlich auch in den zeichenlosen Nachbarstädten sehr begehrt sind. Was zuerst zu entsprechendem Handel und Reichtum führte und dann zur Besetzung durch das Heer von Kaiser Yulian. Und gegen genau diese Besetzer wehrt sich eine kleine Rebellenschar. Hartnäckig aber bisher auch ohne nennenswerte Ergebnisse. Aber mit viel Scwung und Eifer.

Und mit genauso viel Schwung wird die Leserin auch in das Geschenen geworfen. Erklärungen folgen erst nach und nach, so dass man am Anfang durch aus erst mal einige Fragen hat, die dann aber doch schnell mit fortschreitender Handlung beantwortet werden. Und die Handlugn hat mich sehr schnell gefangen genommen. Der Kampf eines kleinen, offensichtlich völlig unterlegenen Grüppchens gegen eine feindliche Übermacht ist ja nichts neues, aber deswegen nicht weniger interessant. Die Rebellentruppe setzt sich aus völlig unterschiedlichen Charakteren zusammen. Was sie aber alle gemeinsam haben, ist dass jeder einzelne von ihnen unheimlich interessant ist und die zentrale Figur eines eigenen Buches sein könnte.  Mein Liebling war das Straßenkind Jendra, über dessen Vergangenheit wir gar nicht so viel erfahren, deren Humor und Beobachtungsgabe sie mir aber sofort sympathisch erschienen ließen.

Wobei ich aber auch nicht umhin konnte, auch eine Art widerwillige Sympathie oder Faszination für Rufin, den Leiter der Geheimpolizei und somit Gegenspieler der Rebellen, zu empfinden. Er ist sehr clever und genauso rücksichtslos und kam mir manchmal vor wie eine Katze, die sich ihrer Beute sicher ist und ihr nur noch zum eigenen Vergnügen kleine Fluchtmöglichkeiten lässt, nur um sie direkt wieder einzufangen. Aber auch Katze verkalkulieren sich manchmal. Und die Rebellen sind keine hilflose Mäuse…

Was mir etwas zu kurz kam, waren aber die Zeichen an sich. Ich hatte bis zum Ende des Romans nur bei einer Art der Zeichen, der sogenannten Wortzeichen, eine wirkliche Vorstellung davon, wie sie wirken und wie sie angewandt werden. Auf die restlichen Zeichen wird gar nicht so viel eingegangen und ich hatte eher eine schwammige Vorstellung von ihnen.

Allerdings lässt das Buch auch eine sehr wichtige Frage – nämlich wer den nun genau alles die schon im Titel erwähnten 13 Gezeichneten sind – offen, und bietet damit den perfekten Anknüpfungspunkt für einen hoffentlich erscheinenden zweiten Band.

4 Sterne - klein

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Eine Antwort zu {Gelesen} Judith & Christian Vogt: Die 13 Gezeichneten

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