{Gelesen} Vanessa Diffenbaugh: Weil wir Flügel haben

Originaltitel: We never asked for Wings
Übersetzer*in: Karin Dufner
Hardcover, 413 Seiten
Limes, 2016
ISBN: 978-3-8090-2664-8
Goodreads

Klappentext:
Seit vierzehn Jahren arbeitet die dreiunddreißigjährige Letty von morgens bis abends, während ihre Kinder, Alex und Luna, von ihrer Mutter erzogen wurden. Als Lettys Eltern nach Mexiko zurückkehren, muss sie zum ersten Mal ihren Mutterpflichten nachgehen und Verantwortung für andere übernehmen. Panisch versucht sie sich dem Ganzen zu entziehen, doch einen Autounfall, eine ungewöhnliche Begegnung und einen Krankenhausaufenthalt später bekommt sie endlich die Möglichkeit, denen, die sie liebt, ein schöneres Leben zu bieten. Doch kann Letty ihre Ängste überwinden und ihre zweite Chance im Leben nutzen?

Meine Meinung:
Huch ja. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Buch eine wichtige Botschaft hat. Aber gleichzeitig ist sie komplett an mir vorbei gegangen. Einfach, weil die in dem Buch geschilderten Personen und Lebensumstände so total unterschiedlich von meinen und ohne jegliche Berührungspunkte sind, dass es für mich einfach nicht greifbar wurde.

Die Thematiken, die in dem Buch aufgegriffen werden, sind ohne Frage wichtig, aber auch einfach zu viele für einen einzigen Roman, um sie angemessen behandeln zu können. Aus dem Stegreif fallen mir ein: Illegale Immigration: Teenie-Schwangerschaften; die Verantwortung von Vätern für ihre Kindern, auch bei einem One-Night-Stand; die schlechteren Bildungschancen von Kindern aus ’schlechteren‘ Vierteln; was Muttersein bedeutet.
Hier wollte die Autorin meines Empfindens nach einfach zu viel Gesellschaftskritik unterbringen und das ist ihr nicht gelungen. Es wird vieles angerissen, aber nichts wirklich behandelt.

Weder das Verhalten von Letty noch das von ihren Eltern war für mich auch nur in Ansätzen nachvollziehbar und ihr Umgang miteinander und ganz besonders das Verhalten gegenüber den Kindern machte sie mir alle ziemlich unsympathisch. Es gab für mich echt null Identifikationspotential und das machte es für mich schwer in dem Buch mehr als einen Zeitvertreib zusehen.

Es war immer noch eine nette Lektüre, aber eben ohne jeglichen Mehrwert.  Frau Diffenbach schreibt sehr flüssig und das Buch lässt sich gut lesen. Die einzelnen Perspektiven, aus denen erzählt wird, sind auch deutlich unterschiedlich, da gelingt es ihr sehr gut eine eigene Stimme für jede erzählende Person zu finden, aber das hilft alles nichts, wenn die Handlung nciht wirklich überzeugen kann.

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2 Antworten zu {Gelesen} Vanessa Diffenbaugh: Weil wir Flügel haben

  1. Ich habe das Buch auch gelesen und kann mich Deiner Meinung anschließen.
    Liebe Grüße
    Josephine

    Gefällt 1 Person

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