{Gelesen} Bram Stoker: Dracula

Originaltitel: Dracula
Übersetzer*in: Helge Martini
Taschenbuch, 462 Seiten
Ullstein, 1997
ISBN: 3-548-24317-7
Goodreads

Klappentext:
Dracula, Herrscher der Vampire, will nicht nur Jonathan Harker in das Reich der Untoten holen, auch dessen Braut Mina und ihre Freundin Lucy hat er zu Blutopfern auserkoren. Es entbrennt ein Kampf um Leben und Tod, in dem sich zu erweisen hat, ob es Kräfte gibt, die Dracula, der Verkörperung des Bösen, gewachsen sind.

Meine Meinung:
Ähm ja. Eigentlich hätte ich den Inhalt des Buches auch super zusammenfassen können, ohne es überhaupt zu lesen. Dracula ist so sehr in der modernen Popkultur verankert, dass es sich gar nicht vermeiden lässt, seine Ursprünge ganz nebenbei aufzuschnappen.

Aber trotzdem war es interessant diese Quelle aller modernen Vampire – egal in welcher Ausführung (Spike, Eric oder Rüdiger, ja selbst Sparklie) mal selbst zu lesen. Weniger die Handlung an sich, die halt keine Überraschungen bieten konnte oder die Charaktere, die mir zum Großteil ziemlich auf die Nerven gingen. Aber allein sein Aufbau, der die Ereignisse durch Tagebucheinträge, Briefe und dergleichen konstruiert, ist schon eine interessante Struktur, wenn auch nicht immer einfach zu lesen, da sie – obwohl von verschiedenen Charakteren geschrieben – alle sehr gleich klingen und einfach keine Persönlichkeit haben.

Wobei das Buch ja eigentlich viel mehr Van Helsing heißen sollte, der kommt nämlich viel öfter vor als Dracula. Und vor allem labbert er viel mehr. Das einzige, was ihn erträglich machte, war, dass er in meinem Kopf das Aussehen von Hugh Jackman hatte (ja ich gehör zu der Minderheit, der dieser Film gefällt). Besonders schlimm fand ich da die zweite Hälfte des Buches.
Und warum überhaupt ist Dracula so besessen von Mina? Da fehlte mir bis zum Schluß die Erklärung. Keine Frage, Mina ist die beste Figur im ganzen Buch, aber trotzdem. Dracula kann im Prinzip jeglichen Menschen auswählen, ist aber aus irgendeinem Grund auf Mina fixiert. Wieso?

Sicher eine interessante Lektüre, gerade auch, weil es sozusagen eine ganze literarische Gattung gegründet hat, aber nicht gerade der spannendste Lesestoff. Fasziniert hat mich mehr die Bedeutung des Buches als sein Inhalt.

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