{Gesehen} Bodyguard

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Darum geht es:
After distinguishing himself by courageously neutralising a terrorist threat, troubled war veteran Police Sergeant David Budd of the Metropolitan Police’s Royalty and Specialist Protection Branch (RaSP) is assigned as a principal protection officer to the home secretary, the Rt Hon Julia Montague MP.
Julia is a controversial politician intent on pushing a new counterterrorism bill through Parliament which would give the security service enhanced surveillance powers. Her political ambitions make Julia a high-profile target. Dedicated to his job but concealing deep resentment of politicians following his traumas in Helmand, David’s divided loyalties might make him Julia’s greatest threat.

Eckdaten:
Trailer
Sender: BBC
Jahr: 2018
Staffel: 1 bzw. Mini-Serie, über weitere Staffeln bisher nichts bekannt
Anzahl Folgen/Staffel: 6
Laufzeit einer Folge: etwa 60 Minuten
Schauspieler*innen: Richard Madden, Sophie Rundle, Vincent Franklin, Gina McKee, Stuart Bowman, Keeley Hawes, Nina Toussaint-White, Stephanie Hyam, Pippa Haywood, Anjli Mohindra

Meine Meinung:
Als die ersten Beschreibungen und Trailer für die Serie veröffentlicht wurden, sprach sie mich gar nicht so sehr an. Sie klang einfach so durchschnittlich. Doch dann tauchten immer mehr begeisterte Besprechungen auf und die Einschaltquoten der BBC waren so hoch wie ein Jahrzehnt lang nicht. Und das machte dann doch neugierig. Und Netflix war auch noch so nett die Serie schnell zur Verfügung zu stellen.

Also schaute ich mal rein. Und überlegte dann ernsthaft, ob Schlaf wirklich so wichtig sei oder ich den nächsten Arbeitstag auch so überstehen könnte und die Nacht besser damit verbringe die restlichen Folgen zu sehen. Die Vernunft hat knapp gewonnen, ich hab die Serie trotzdem innerhalb weniger Tage verschlungen und war davon so gefesselt wie tatsächlich noch von keiner Serie dieses Jahr.

Dabei ist die Handlung an sich gar nicht so originell. Terrorangriffe, Personenschützer mit PTSD beschützt Ministerin, wird in Angriffe verwickelt, dazu ein paar politische Intrigen. Im Kern ist es ein James Bond-Film auf sechs Folgen verteilt. Was ja gar nicht schlecht sein muss, aber es erfindet eben auch nicht das Rad neu. Und teilweise ist es doch unrealistisch. Allein schon, dass Budd im Laufe der Serie nie zu einer Traumatherapie verpflichtet wird.
Aber es ist ein Punkt, an dem sich die Serie eben von James Bond unterscheidet: Spannung. Schon die ersten Szenen der ersten Folge haben mir einen so hohen Puls beschert, es ist unglaublich. Und wurde auch nicht weniger. Es ist eine Aneinanderreihungen von Spannungshöhepunkten und jedes Mal ist alles möglich. Wird der Anschlag gelingen? Wird alles explodieren? Wird xy sterben? Ohne Witze, an einer Stelle war ich überzeugt, dass gerade die beiden zentralen Figuren gestorben sind.

Aber noch besser sind die Charaktere. Im Mittelpunkt steht natürlich Budd, der titelgebende Bodyguard – überzeugend gespielt von Madden, der hier noch viel mehr beeindruckt als in Game of Thrones (außerdem: Bonuspunkte für den schottischen Akzent ♥9. Aber viel interessanter waren für mich die Frauenrollen. Das fängt schon an mit Nadia – einer Selbstmordattentäterin, deren Anschlag Budd direkt am Anfang der Serie verhindert; zieht sich über Montague – eben jene zu beschützende Ministerin und eiskalte, machthungrige Politikerin bis hin zur rätselhaften Chanel. Es ist ein so vielfältiges Spektrum und alle haben ihre Fehler und Schwächen, was sie so realistisch macht.
Schon allein am Anfang bei eben erwähntem Anschlag. Außer Nadia als Attentäterin und Budd sind da noch ein Scharfschütze, der Einsatzleiter und der Bomebenentschärfungsexperte. Und alle drei sind weiblich. Was sich im ersten Moment unheimlich falsch anfühlte, weil es einfach so verdammt ungewohnt ist. Wären da drei Männer gewesen, es wäre niemandem aufgefallen. Und genau da liegt die geheime Stärke der Serie. Sie zeigt immer wieder, dass Frauen es genauso gut können wie Männer. Bomben entschärfen, Ermittlungen durchführen, Bodyguards verführen, politische Intrigen initiieren. Ich will mehr von diesen Frauen sehen. Überall.

Ganz ehrlich? Ich bin froh, dass die Serie nur 6 Folgen hat. Ich glaube bei mehr hätte die Gefahr bestanden, dass ich an einem Herzinfarkt sterbe vor lauter Aufregung und Spannung.

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3 Antworten zu {Gesehen} Bodyguard

  1. Herba schreibt:

    Ich fand die Serie auch total großartig. Noch nie war ein Montag so lang, bis ich die letzten zwei Folgen inhalieren konnte :)

    Gefällt 1 Person

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