{Gesehen} The Crown – Season 2

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Darum geht es:
Beginning with soldiers in Her Majesty’s Armed Forces fighting an illegal war in Egypt, and ending with the downfall of her third Prime Minister, Harold Macmillan after a devastating scandal, the second season bears witness to the end of the age of deference, and ushers in the revolutionary era of the 1960s.

Eckdaten:
Trailer: Youtube
Sender:
Netflix
Jahr: 2017
Staffel: 2 von bisher geplanten 4
Anzahl Folgen/Staffel: 10
Laufzeit einer Folge: etwa 60 Minuten
Schauspieler: Claire Foy, Matt Smith, Victoria Hamilton, Vanessa Kirby, Alex Jennings, Lia Williams, Anton Lesser, Matthew Goode
Rezensionen zu weiteren Staffeln: Season 1

Meine Meinung:
Es fühlt sich ja immer noch absolut seltsam an eine Serie über Leute zu sehen, die größtenteils noch am Leben sind. Beim Sehen der Staffel hab ich mich immer wieder dabei ertappt, darüber nachzugrübeln, ob Queen und Co die Serie auch sehen und was sie dabei denken. Und um so geringer der zeitliche Abstand der Serienereignisse zu unserer Gegenwart wird, umso mehr irritiert mich das. Aber wirklich erklären warum kann ich auch nicht.

Trotzdem hat mich die Serie aber auch mit dieser Staffel wieder in ihren Bann gezogen. Sie behandelt die Jahre 1956 bis 1964 und es gibt weniger große Ereignisse als in Staffel 1. Ist ja auch kein Wunder, Hochzeit und Krönung lässt sich so schnell nicht überbieten.
Dementsprechend ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass der Fokus hier mehr aufs Private gelegt wird und die familiären Beziehungen in den Fokus rücken.

Was an sich sehr interessant ist und ich mochte jeder Folge die sich mit der ganz eigenen Dynamik zwischen Elisabeth und Margaret beschäftigt sehr. Aber es bedeutet eben auch, dass Philip eine größere Rolle spielt und er ist einfach ein Arsch. Sorry für die Majestätsbeleidigung, aber es ist halt so. Aspekte davon waren durchaus auch interessant und bei einigen, wie zum Beispiel der Diskussion auf dem Schiff in 2×01, wüsste ich zu gern, wie viel davon wirklich passiert ist. Und auch die Rückblicke in seine Kindheit/Jugend waren gut, weil sie viel von seinem Charakter erklärten. Aber trotzdem ging er mir mit seinem Rumgemotze einfach nur auf die Nerven.

Deutlich mehr fasziniert war ich dagegen von Margaret und ihrer Beziehung zu Antony Armstrong-Jones, schon allein weil es einen wahnsinnigen Kontrast zu der Beziehung von Elizabeth und Philip bildet. Und ich kann mich einfach besser in Margaret hinein versetzen, dass macht dieses Paar natürlich auch interessanter.

Und dann ist da noch Elisabeth selbst, immer noch großartig gespielt von Claire Foy. Sie hat sich inzwischen deutlich mehr in ihre Rolle als Queen eingefunden und gelernt sich anderen gegenüber zu behaupten.
Ansonsten passiert natürlich auch politisches Gedöhns, aber davon ist mir nicht viel im Gedächtnis geblieben. Kennedy (schrecklichstes Casting der Serie bisher überhaupt, Michael C. Hall war so unpassend) kommt mit Jackie zu Besuch und sie trinken mit der Queen Tee. Das Rest war noch langweiliger.

Hach ja, ich freu mich auf die dritte Staffel. Wenn gleich ich auch etwas skeptisch bin, da dank einem Zeitsprung ja alle Rollen von neuen Schauspieler*innen übernommen werden. Und auch wenn ich die Auswahl eigentlich sehr gelungen finde, so hab ich doch leichte Zweifel, wie glaubhaft dieser ‚Alterungsprozess‘ wirklich wird. Aber yay, Lady Di <3
Außerdem: schon allein die ganzen Sets und Kostüme machen es sehenswert.

Dieser Beitrag wurde unter 4 Sterne, Historical, Serien abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu {Gesehen} The Crown – Season 2

  1. Miss Booleana schreibt:

    Das ist ja spannend und dein Beitrag kommt wie gerufen. Ich ringe immer noch mit mir, ob ich Staffel 2 sehen will oder sollte. Staffel 1 war faszinierend, weil man die königliche Familie nun nicht so kennt und von einer anderen Seite kennenlernt. Und auch wegen des von dir angesprochenen Effekts die Serie zu schauen und über lebende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu lernen. Aber leider fand ich Staffel 1 streckenweise auch etwas … langweilig. Die Emanzipation der Königin ist mir etwas zu schleppend und ich bin auch nicht der größte Fan von der Darstellung ihres Gatten. Witzigerweise ködert mich meistens die Kritik mehr als das Lob und jetzt will ich trotzdem unbedingt Michael C Hall als Kennedy sehen XD

    Gefällt 1 Person

  2. Amerdale schreibt:

    Ich fand zwei weniger langatmig als Staffel 1, eben auch weil sie sich weniger auf die Politik konzentriert bzw. sie eher von einem persönlicheren Blickwinkel betrachtet. Es gibt hier halt nicht neben der Queen noch so eine imposante Politikerfigur wie das Churchill in der ersten Staffel war – zum Glück.

    Den Gatten finde ich so schrecklich. Ich weiß aber nicht, ob das an der Darstellung oder an Philip oder an beidem liegt xD

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