{Gelesen} Markus Barth: Zwanzigtausend Reiseleiter

eBook, 198 Seiten
Books on Demand, 2018
ISBN: 978-3-7481-5354-2
Goodreads

Klappentext:
Europa – Was ist das eigentlich? Um dieser Frage nachzugehen, packt der Autor und Stand-up-Comedian Markus Barth seinen Mann und seinen Hund in ein Wohnmobil, fährt durch den Kontinent und lässt sich dabei nur von den 20.000 Followern seiner Facebook-Seite leiten. Er fragt nach Lieblingsorten, sammelt Empfehlungen, spricht mit Menschen aus allen Ecken Europas über die EU und über das Leben, entdeckt tschechische Weingüter und slowenische Wandergebiete, erlebt portugiesische Surfercamps und italienische Parkplatzbetrüger, wird von Einheimischen eingeladen, von Autoknackern ausgeraubt und von einer Auster niedergestreckt. Und merkt jeden Tag: Europa ist mehr als Brüssel und Bankenrettung. Ein Kontinent, vier Monate, zwölf Länder, 17.000 Kilometer – es wird ein wilder Ritt…

Meine Meinung:
Markus Barth – bitte tut euch und ihm einen Gefallen und verwechselt ihn nicht mit Mario Barth – ist mit Freund und Hund 4 Monate quer durch Europa gereist, nur der Nase und Empfehlungen von Facebook-Fans nach. Herausgekommen sind einige tausend Kilometer, einige unvergessliche Erlebnisse, positiv und negativ und ein Buch, in dem er gekonnt unterhaltsam diese Reise schildert.

Etwas traurig bin ich, dass Herr Barth zwar durch einen Großteil von Europa und vor allem der Europäischen Union fährt, aber Skandinavien total ignoriert. Dabei entspricht es meinem Eindruck nach so sehr seinen Vorlieben bezüglich Klima/Landschaft. Aber was nicht war, kann ja noch werden?
Und wie er selbst des öfteren im dem Buch anmerkt: unsere Aufmerksamkeit für Europa ist wirklich sehr unterschiedlich verteilt und wir konzentrieren uns viel zu sehr auf Westeuropa.

Aber es macht einfach Lust auf Europa. Geografisch, kulturell, sozial, politisch – alles wird in dem Buch mal angesprochen und gelobt oder kritisiert je nachdem. Aber vor allem ist es eins: ein ewiges Abenteuer mit immer neuen Überraschungen hinter jeder Ecke. Eine bunte Mischung, die man einfach mögen muss. Ein großartiges Plädoyer für die Vielfalt und die Privilegien, welche uns die EU jeden Tag bietet. Und die wir uns viel öfter bewusst machen sollten.

Schadet natürlich nicht, dass der Autor Comedian ist und einfach weiß, wie er erzählen muss um Menschen gut zu unterhalten und zu amüsieren. Sehr viele lustige Momente, aber auch immer wieder scharfsinnige Beobachtungen und Anmerkungen, die auch ernste Themen berühren.

So, und jetzt will ich auch ein Wohnmobil und die Möglichkeit vier Monate verreisen zu können. Was leider nicht geht. Zum einen bin ich unfähig ein Wohnmobil zu steuern und zum anderen hab ich nicht so viel Urlaub. Aber träumen darf mensch ja trotzdem.

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