{Besucht} Insel Mainau

Einer der Gründe, warum ich unbedingt einen Kurzurlaub am Bodensee machen wollte, war die Insel Mainau. Meine Oma war vor Jahrzehnten mal dort und hat mich schon als Kind darauf neugierig gemacht und meine kindliche Vorstellung hat sich dann weiß Gott was für ein Fantasiereich ausgedacht. Aber ob die Realität wirklich so schön ist?

Nun die Realität ist vor allem gut besucht. Was mensch aber glücklicherweise vor allem auf dem Parkplatz und dem Eingangsbereich merkt, ansonsten verläuft es sich sehr angenehm.
Wir hatten bei unserem Ausflug anfangs etwas Pech bei dem Wetter, es war morgens sehr trüb und dementsprechend wenig verlockend war der Blick über den Bodensee. Schilder, welche die Aussicht erklären sollten, versprachen einen Blick bis in die Alpen, aber wir konnten gerade mal Konstanz am Ufer erkennen… Aber gut, Wetter ist halt auch immer Glücksache. Und hey, es war trocken, das ist wichtiger. (Bin eh nicht so scharf auf Berge #TeamMeer)

Konstanz im Nebel

Im Prinzip ist die Insel* eigentlich ’nur‘ ein großer Park mit nicht viel mehr als die meisten Parks auch bieten – Blumen und Bäume. Aber eben zum einen sehr viel davon und zum anderen wirklich schön angelegt.
*die faktisch nur noch eine Halbinsel ist, denn es wurde eine künstliche Verbindung zum Land geschaffen.

Der Bodensee als Blütenmeer

Ende April / Anfang Mai war ganz offensichtlich Tulpenzeit, den davon gab es unzählige. Laut einer Infotafel sind über eine Million Tulpenzwiebeln gepflanzt worden, aber gefühlt war es noch mehr – in einer unglaublichen Vielfalt an Formen (ich hab ständig: „Waaas? Das ist auch ne Tulpe?“ gesagt) und Farben.

Tulpen!

Ansonsten gibt es auch noch eine Kirche und das teilweise zu besichtigende Schloss der Adelsfamilie Bernadotte und nun ja. Kirche und schloss halt. Eindrucksvoll, die Kirche innen wunderschön bemalt (das konnten die Katholiken ja echt toll, wenn ich sie auch nicht mag), aber jetzt nicht so viel anders als Schlösser und Kirchen halt so sind.  Kann mensch mal reinsehen, weil sie ist ja sowieso vor Ort und es kostet nix extra, aber wenn nicht, verpasst sie auch nix.

Ganz anders dagegen der Schmetterlingsgarten, der eigentlich ne Halle ist und, Überraschung, voller Schmetterlinge. Herrscht natürliche eine entsprechende Temperatur und Luftfeuchtigkeit, weswegen ich eher dem eigenen Kreislauf zuliebe mehrere kürzere Besuche des Gebäudes als einen ausgedehnten empfehlen würde. Aber es war definitiv mein Highlight des Tages. So viele wunderschöne Schmetterlinge, die da frei rumflattern und sich bewundern lassen. Mit etwas Geld und ruhigem Verhalten stehen die Chancen auch sehr gut, dass sich einer auf dem eigenen Arm oder Schulter nieder lässt. Gerade für Fotograf*innen ein Paradies.

Ich fand es schön für einen Tagesausflug, wenn auch recht teuer. Kann mir auch durchaus vorstellen, die Insel nochmal in einer anderen Jahreszeit zu besuchen. Für Familien, ist es denke ich weniger was, besonders jüngere Kinder langweilen sich vermutlich eher schnell. Es gibt zwar Spielplätze und einen kleinen Streichelzoo, aber dazwischen nur Pflanzen. Erwachsene dagegen, die sich etwas für die Thematik Pflanzen/Garten interessieren oder einfach einen ruhigen Tag im Grünen verbringen wollen, werden hier auf ihre Kosten kommen.

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