{Gesehen} Orange is the new Black Season 6

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Darum geht es:
After the riots in Litchfield prison inmates are moved to the high security prison. Everything is stricter and different. The new women, they are confronted with, are harder and gangs rule. The C-block and the D-block are under the leadership of the two warring sisters Carol and Barbara Denning and have trouble with each other, the „pink shirts“ from the B-block (also called „Florida“) are spared. In addition, the women are torn from their previous groups and interrogated. They suspect that the guards are trying to blame them for the murder of Piscatella.

Eckdaten:
Trailer
Sender: Nerflix
Jahr: 2018
Staffel: 6 von 7
Anzahl Folgen/Staffel: 13
Laufzeit einer Folge: 60 Minuten
Schauspieler*innen: Taylor Schilling, Natasha Lyonne, Uzo Aduba, Danielle Brooks, Jackie Cruz, Laura Gómez, Selenis Leyva, Taryn Manning, Adrienne C. Moore, Jessica Pimentel, Matt Peters, Dascha Polanco, Elizabeth Rodriguez, Nick Sandow, Yeal Stone, Kate Mulgrew, Laura Pepron, Vicci Martinez
Rezensionen zu weiteren Staffeln: Season 3 / Season 4 / Season 5

Meine Meinung:
Der Wechsel in das Hochsicherheitsgefängnis bedeutet auch einen Verlust von einem großen Teil des bisherigen Casts. Es bleibt nur der harte Kern, der schon immer am meisten der Fokus der Serie war, übrig. Es kommen zwar einige Leute dazu – ist ja nicht so als hätte es vorher in Max keine Insassinnen gegeben – die, aber bis auf wenige Ausnahmen sehr blass bleiben. Ich glaub, ich kannte bis zum Ende der Serie nur von vier neuen die Namen. Dagegen hab ich einige der alten doch vermisst. Flaca ohne Maritza ist nur halb so amüsant.

Am Anfang geht es noch sehr um die Geschehnisse während des Aufstandes und das FBI (?) versucht herauszufinden, was eigentlich geschehen ist. Oder korrekter, Schuldige zu benennen, egal wie zutreffend. Hauptsache es kann schnell zum Alltag übergegangen werden. Das bringt einiges An Spannung in die Gruppe und stellt bisherige Beziehungen deutlich in Frage. Das fand ich spannend mit anzusehen, wie da Loyalitäten schnell wechseln konnten und gleichzeitig auch sehr realistisch, wie da die Reaktionen der einzelnen Personen unter dem Druck von allen Seiten war.

Besonders gut fand ich dabei den Konflikt um Taystee und Cindy, der für mich so viele Problematiken beleuchtet. Zum einen die Widerstände, denen Taystee in dem US-Gerichtssystem jetzt schon seit bald drei Staffel begegnet und zum anderen die zwischenmenschliche Seite.
Genervt war ich dagegen, wie üblich von Pipers Egozentrik und ich versteh einfach nicht, warum die Serie so darauf besteht sie in den Mittelpunkt zu stellen. Nahezu jeder andere Charakter hat viel interessante Handlungen und Konflikte als sie – aber nein, ihr wird so viel Sendezeit eingeräumt.

Aber das größte Problem waren für mich Carol und Barbara, die mir einfach nicht glaubhaft genug als Gangleaderinnen erschienen. Beide sind so entfernt von den eigentlichen Handlungen und wirken nur durch ihre jeweiligen Stellvertreterinnen, die dann auch weniger überraschend, deutlich interessanter sind. Und gerade Barbara mit ihrem ständigen Drogenrausch wirkt absolut nicht furchteinflößend und ich hab mich ständig gefragt, warum sich nicht schon längst jemand anders zur Anführerin des Blocks aufgeschwungen hat. Schwierig wäre es mit Sicherheit nicht. Und ihr Konflikt miteinander war auch einfach so uninspiriert.

Davon abgesehen macht mich ja das System der US-Gefängnisse völlig fertig. Gut, ich kann nicht beurteilen, wie sehr die Serie hier die Realität abbildet. Aber ein Punkt hat ich sehr irritiert und der wird in keinem der amerikanischen Review, die ich zu der Staffel gelesen habe, als unrealistisch oder ungewöhnlich bezeichnet. Gegen Ende der Staffel werden einige Leute frühzeitig entlassen – und die Gefängnisverwaltung sucht das aus. Wie kann das denn bitte sein? Wie kann jemand anders als ein Richter eine solche Entscheidung treffen?

Insgesamt keine wirklich überzeugende Staffel, was zum einen an der teilweise langweiligen Handlung, zum anderen an dem Wechsel des Handlungsorts und (wie immer) an dem Nervfaktor von Piper lag. Vielleicht war Larry in den ersten Staffeln gar nicht so schlimm, sondern es war schon immer Piper?
Aber nichts desto trotz freue ich mich auf die nächste und letzte Staffel, die ja schon in wenigen Tagen beginnt. Und werde danach diese Serie mit ihrer großen Vielfalt sehr vermissen.

Dieser Beitrag wurde unter 3 Sterne, Contemporary, Crime, Feminismus, Serien abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu {Gesehen} Orange is the new Black Season 6

  1. Filmschrott schreibt:

    Naja, die Serie nutzt Piper eben von Beginn an, um den Zuschauer mit ihr gemeinsam das Gefängnisleben kennenlernen zu lassen und irgendwann wurde das sozusagen zum Selbstläufer. Es ist ja am Ende eigentlich ihre Geschichte, die hier erzählt wird, da kann man sie schlecht ins Abseits stellen und anderen den Vorang lassen. Man hat da leider beim Writing ein wenig versäumt, ihr noch wirklich Möglichkeiten zur Entwicklung zu lassen. Die war eigentlich so in Staffel 3 bereits abgeschlossen. Immerhin hat man sich mit dem Ende von Staffel 6 jetzt doch nochmal eine Tür geöffnet, um noch ein paar Facetten aus ihr rauszukitzeln.

    Liken

  2. Pingback: 9 für 2019 | Mind Palace

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