{Gelesen} Liza Grimm: Die Götter von Asgard

Taschenbuch, 302 Seiten
Knaur, 2018
ISBN: 978-3-426-52252-3
Die Götter von Asgard #1
Goodreads

Klappentext:
„Es gibt eine uralte Prophezeiung über den Untergang Asgards.“
Natürlich glaubt die Studentin Ray kein Wort von dem Gerede der mysteriösen Kára, die behauptet, sie vor dem Zorn der Götter schützen zu wollen. Stattdessen ergreift sie die Flucht vor ihrer neuen Freundin und läuft dabei Tyr in die Arme, der sie auf Anhieb fasziniert. Ray ahnt nicht, dass Tyr als Odins Gesandter um jeden Preis verhindern soll, dass die Prophezeiung eintrifft.
Als sich auch noch Loki, Gott der Listen, in die Geschehnisse einmischt, muss Ray erkennen, dass die Legenden über Asgards Götter und Riesen sehr real sind – und dass sie Ray auf die Reise ihres Lebens führen werden.

Meine Meinung:
Die Welt der Asen und all der anderen Völker, die ebenfalls Yggdrasil bevölkern, fasziniert mich schon seit Ewigkeiten. Und dementsprechend gern lese ich auch Romane, die sich mit der Thematik befassen.

Aber das hier war nu ja eine extrem freie Interpretation der Mythen. In jeglicher Hinsicht. Es fängt damit an, dass der zentrale Punkt der Handlung eine Prophezeiung über unsere Titelfigur Ray ist, welche das Ende der so bekannten Götterwelt herbeiführen soll. Tja, leider wird die bekannte Götterwelt aber durch Ragnarök vernichtet und nicht durch Ray. Aber okay, es sollte ja keine reine Nacherzählung der Edda werden. Aber die Prophezeiung ergibt nicht mal Sinn, da ist null Logik. Nur weil Ray zur Heldin werden soll (durch kaltblütigen, grundlosen Mord btw), wird das leben der Götter enden. What? Why? Was soll an dieser Heldin so anders sein als an den vielen vorher?
Und dann ist die Handlung einfach so unendlich simpel. Von A nach B ohne irgendwelche Verstrickungen und größere Konflikte. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob das Buch als Young Adult gedacht ist oder als Buch für Erwachsene, aber selbst für Young Adult finde ich die Handlung schon zu simpel. Das ist Kinderbuchniveau.

Und die Charaktere. Zum einen passt das Verhalten von keinem der Götter zu ihren Beschreibungen in der Mythologie, genauso wenig wie ihr Aussehen. Sie sind flache, eindimensionale hilflose Wesen, deren einziger Daseinszweck es ist von Ray aus dämlichen Situationen gerettet zu werden.

Aber viel mehr hat mich Ray genervt. Sie soll eine über 20jährige Studentin sein, aber ganz ehrlich, zwölfjährige handeln vernünftiger und überlegter als sie. Sie hat am Anfang des Buches gerade ihr drittes Studium abgebrochen, jammert rum, weil sie ja viel lieber Sängerin wäre – aber was sie nie studiert hat, ist irgendwas in der Richtung. Oder auch nur neben dem Studium was in die Richtung gemacht. Nein. Aber wenn sie es machen würde, dann wäre sie unter Garantie die beste Sängerin ever. Ja.
Und natürlich ist Ray bestens gerüstet für ihre Heldenreise und nichts überfordert sie. Sie kann alles meistern und beeindruckt damit die Götter, ja sie überlistet sogar den Gott der Listigkeit selbst ohne irgendwelche Probleme. Perfekter und langweiliger geht es nicht.

Nee, das Buch war absolut nichts für mich. Das einzige positive ist das wirklich wunderschöne Cover.

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