{Media Monday} #365

1. Wenn es eines gibt, das ich aus Filmen gelernt habe, dann das Verbrechen einfach sind und die Polizei unfähig (Ocean’s 8 wirkt noch nach).

2. Netflix rettet „Lucifer“, Amazon „The Expanse“. Jetzt muss sich nur noch jemand für Hannibal finden, schließlich sind drei Staffeln viel zu wenig.

3. Apropos Netflix, ist ja jüngst mit „Luke Cage“ die nächste Marvel-Serienstaffel gestartet und ich hab keine Ahnung, wann ich sie sehen soll. So viele Serien, so wenig Zeit.

4. So sehr aber Streaming-Dienste das Konsumverhalten beeinflusst haben, wünsche ich mir ja, dass die Lizenzvergabe/Vergütung eher so geregelt wäre wie bei Musik-Streamingdiensten. Kein Anbieter hat das alleinige Recht für ein Land, sondern, jeder der will, kann eine Serie in sein Angebot aufnehmen und vergütet bekommen die Produzenten dann jeden Aufruf einer Folge..

5. Brandon Sanderson ist ja in meinen Augen ein/e begnadete/r Schriftsteller/in, schließlich sind seine Bücher unglaublich durchdacht und innovativ.

6. Und um mal wieder die klassische Frage nach drei Büchern für die einsame Insel aufzugreifen:
1) Harper Lee: To kill a Mockingbird
2) Terry Pratchett: Mort
3) Astrid Lindgren: Ferien auf Saltkrokan

7. Zuletzt habe ich eine Liste mit ausstehenden Rezensionen geschrieben und das war sehr deprimierend, weil es so, so viele sind.

 

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{Gelesen} Bram Stoker: Dracula

Originaltitel: Dracula
Übersetzer*in: Helge Martini
Taschenbuch, 462 Seiten
Ullstein, 1997
ISBN: 3-548-24317-7
Goodreads

Klappentext:
Dracula, Herrscher der Vampire, will nicht nur Jonathan Harker in das Reich der Untoten holen, auch dessen Braut Mina und ihre Freundin Lucy hat er zu Blutopfern auserkoren. Es entbrennt ein Kampf um Leben und Tod, in dem sich zu erweisen hat, ob es Kräfte gibt, die Dracula, der Verkörperung des Bösen, gewachsen sind.

Meine Meinung:
Ähm ja. Eigentlich hätte ich den Inhalt des Buches auch super zusammenfassen können, ohne es überhaupt zu lesen. Dracula ist so sehr in der modernen Popkultur verankert, dass es sich gar nicht vermeiden lässt, seine Ursprünge ganz nebenbei aufzuschnappen.

Aber trotzdem war es interessant diese Quelle aller modernen Vampire – egal in welcher Ausführung (Spike, Eric oder Rüdiger, ja selbst Sparklie) mal selbst zu lesen. Weniger die Handlung an sich, die halt keine Überraschungen bieten konnte oder die Charaktere, die mir zum Großteil ziemlich auf die Nerven gingen. Aber allein sein Aufbau, der die Ereignisse durch Tagebucheinträge, Briefe und dergleichen konstruiert, ist schon eine interessante Struktur, wenn auch nicht immer einfach zu lesen, da sie – obwohl von verschiedenen Charakteren geschrieben – alle sehr gleich klingen und einfach keine Persönlichkeit haben.

Wobei das Buch ja eigentlich viel mehr Van Helsing heißen sollte, der kommt nämlich viel öfter vor als Dracula. Und vor allem labbert er viel mehr. Das einzige, was ihn erträglich machte, war, dass er in meinem Kopf das Aussehen von Hugh Jackman hatte (ja ich gehör zu der Minderheit, der dieser Film gefällt). Besonders schlimm fand ich da die zweite Hälfte des Buches.
Und warum überhaupt ist Dracula so besessen von Mina? Da fehlte mir bis zum Schluß die Erklärung. Keine Frage, Mina ist die beste Figur im ganzen Buch, aber trotzdem. Dracula kann im Prinzip jeglichen Menschen auswählen, ist aber aus irgendeinem Grund auf Mina fixiert. Wieso?

Sicher eine interessante Lektüre, gerade auch, weil es sozusagen eine ganze literarische Gattung gegründet hat, aber nicht gerade der spannendste Lesestoff. Fasziniert hat mich mehr die Bedeutung des Buches als sein Inhalt.

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{Gesehen} Ocean’s 8

image imdb.com

Darum geht es:
Five years, eight months, 12 days and counting — thats how long Debbie Ocean has been devising the biggest heist of her life. She knows what its going to take — a team of the best people in the field, starting with her partner-in-crime Lou Miller. Together, they recruit a crew of specialists, including jeweler Amita, street con Constance, suburban mom Tammy, hacker Nine Ball, and fashion designer Rose. Their target — a necklace thats worth more than $150 million.

Eckdaten:
Trailer: Youtube
Jahr: USA
Land: 2018
Laufzeit: etwa 110 Minuten
FSK: 0 (ja wirklich!)
Darsteller: Sandra Bullock, Cate Blanchett, Anne Hathaway, Mindy Kaling, Sarah Paulson, Awkwafina, Helena Bonham Carter, Rihanna, Richard Armitage, James Corden, Dakota Fanning

Meine Meinung:
Jemand mit dem Nachnamen Ocean wird auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen, tut sich dann mit seinem blonden, um Meilen cooleren und lässigeren Partner aus früheren Zeiten zusammen und plant den ultimativen, nie dagewesenen Heist. Sie bilden ein wild zusammengewürfeltes, chaotisches Team, dass genau deswegen super funktioniert. Der Heist hat ein paar kniffelige Probleme und natürlich ein super überraschender Twist, aber am Ende reiten unsere charmanten Protagonisten mit ihrer riesigen Beute in den Sonnenaufgang. Oh, und natürlich ist da noch irgendwie Oceans Ex-Partner in die ganze Sache verwickelt und es gibt unfinished Business zwischen den beiden.

Der Plot von Ocean’s 11 oder Ocean’s 8? Fangfrage, von beiden.

Und genau das ist auch das größte Problem von Ocean’s 8. Die Macher sind hingegangen, haben sich O11 angeschaut und genau das falsche kopiert. Die Handlung ist in ihren Grundzügen nämlich einfach so vertraut (ich glaub nämlich nicht, dass viele in O8 gehen ohne O11 zu kennen), dass es vorhersehbar und damit auch etwas langweilig wird. Und die Verbindung zwischen Danny Ocean und seiner Schwester Debbie ist einfach absurd. Vor allem, weil die Zuschauer*innen es nur erzählt bekommen, aber man es nie sieht.

Was dagegen nicht kopiert wurde, aber hätte kopiert werden sollen: das Flair von O11 mit seinen Splitscreens und seinem coolen Style, der es so dynamisch und wie in einer schöneren Version unserer Realität leben lässt – eben in einer solchen, in der so absurde Heists funktionieren können.
O8 ist dagegen fest in unserer Realität mit weniger gesättigten Farben verankert und wirkt dadurch einfach gedämpft. Dieser reine Eskapismus ist verloren gegangen und das ist unheimlich schade.

Aber trotzdem ist er ein unterhaltsamer Film und das verdankt er vor allen seinen Schauspielern. Zum einen ist Richard Armitage einfach der bessere Expartner als Julia Roberts. Und ich bin überrascht, wie lustig James Corden sein kann.
Aber viel wichtiger: die acht Damen sind alle großartig. Schon allein die unheimliche Diversität im Casting – und zwar nicht nur auf Herkunft, sondern auch auf das Alter bezogen.
Bis auf Lou (Blanchett) und Debbie Ocean (Bullock) kommen die anderen mit ihren Hintergründen und ihrer Motivation, warum sie überhaupt bei der Aktion mitmachen, etwas zu kurz, aber andererseits hätten längere Erklärungen den Film auch eher zerfasert. Und sie bekommen alle ihre eigene, klar differenzierte Persönlichkeit (wobei ich mir bei HBC nicht sicher bin, wie viel davon überhaupt geschauspielert und wie viel einfach nur sie selbst ist), was echt großartig ist. So großartig, dass ich sogar ein kleines bisschen auf Fortsetzungen hoffe, in denen mehr auf diese Teammitglieder eingegangen werden kann. Und so nebenbei: Es ist schon ziemlich doof, wenn der Filmtitel selbst praktisch ein Spoiler ist….

Und außerdem würden natürlich Fortsetzungen auch mehr von Cate Blanchett als Lou in den besten Outfits ever bedeuten, und das wäre einfach nur genial. Okay, ich geb’s zu, ich hab mich etwas in Lou verliebt. Aber schaut euch die Bilder mal an. Wie kann man das nicht lieben? Wenn der Film einfach nur ein Zusammenschnitt von allen Szenen mit Lou gewesen wäre, ich hätte ihn genauso gern gesehen. Echt, sie ist das absolute Highlight des Films.
Außerdem bin ich felsenfest davon überzeugt, dass Lou und Debbie mehr sind als nur platonische Freundinnen. I ship them.

Insgesamt hat der Film sicherlich seine Schwachpunkte und ist garantiert kein Meisterstück, ich würde sagen sowohl O11 als auch O12 haben mir besser gefallen. Aber trotzdem bietet er gute Unterhaltung und eben eine Reihe toller Frauenfiguren, was ja leider immer noch viel zu selten der Fall ist. Außerdem: Cate Blanchetts Outfits allein sind Grund genug ihn sich anzuschauen!

Bechdel Test: 3/3 erfüllt
1) es gibt zwei namentlich eingeführte Frauen: ganze 8 (hätte jetzt niemand gedacht, ne?)
2) die sich miteinander unterhalten: ständig
3) über etwas anderes als einen Mann: meistens
nebenbei angemerkt:
a) der Film besteht auch den reverse Bechdel-Test
b) keiner der bisherigen drei Filme besteht den Bechdel-Test

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{Media Monday} #364

1. Nachdem Supernatural mich ja mit seinen ersten fünf Staffeln zum großen Teil ziemlich begeistert hat, steht nun doch erst mal andere Serienkost auf dem Plan, schließlich kann und will ich nicht den Rest des Jahres nur mit einer Serie verbringen.

2. Die WM ist nach langer Zeit mal wieder ein richtig spannendes Projekt, immerhin ist es seit dem Spiel gegen Mexiko viel ungewisser und spannender. Bin trotzdem froh, wenn es rum ist.

3. Besonders schätze ich es ja, wenn in Filmen die Handlung logisch ist, und die Figuren sich vernünftig entwickeln. Oh und das Bestehen des Bechdel-Test ist ein toller Bonus.

4. Der Pate (I+II) darf/sollte meines Erachtens in keiner guten Sammlung fehlen, denn die Filme dienen als Grundlage / Inspiration für so viele neuere Filme des Genres.

5. Beim Thema Hörbücher/Hörspiele bin ich raus. Ich hab es schon mehrmals versucht, aber es klappt einfach nicht. Mich komplett darauf zu konzentrieren, klappt nicht, weil meine Hände dann nichts mit sich anzufangen wissen. Und wenn ich nebenbei irgendwas mache, höre ich irgendwann auf zuzuhören und merke es dann erst eine Ewigkeit später.

6. Von all den Blogs, die jüngst ihre Pforten geschlossen haben, wird mir wohl ____ am meisten fehlen, da ____. Hmmm, könnte nicht sagen, dass das einen der Blogs betrifft, die ich regelmäßig lese.

7. Zuletzt habe ich zum ersten Mal seit Jahren wieder was über ebay gekauft und das war toll, weil ich da das passende helle Gegenstück zu meiner schwarzen Bastet-Statue (nicht meine, sieht aber genauso aus) gefunden hab.

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{Gesehen} Game of Thrones Season 7

Imgae imdb.com

Darum geht es:
As the season begins, Daenerys Targaryen, accompanied by her Unsullied army and emboldened by Dothraki/Ironborn allies and her lethal trio of dragons, has finally set sail for Westeros with Tyrion Lannister, her newly appointed Hand. Jon Snow, memorably reanimated in S6, has apparently consolidated power in the North after his spectacular conquest of Ramsay Bolton in the “Battle of the Bastards” and the return of Winterfell to Stark control. In King’s Landing, Cersei Lannister, bereft of any surviving heirs, has successfully seized the Iron Throne by using wildfire to incinerate the High Sparrow and other foes in the Sept of Baelor. But as these and other factions drive inexorably towards new alliances or (more likely) violent conflicts, the cold specter of another, apocalyptic threat – in the form of an army of undead White Walkers expected to breach The Wall and invade the South – threatens to undermine the status quo and obliterate the outcome of these smaller, alltoo-human rivalries.

Eckdaten:
Trailer: Youtube
Sender:
HBO
Jahr: 2017
Staffel: 7 von insgesamt 8
Anzahl Folgen/Staffel: 7
Laufzeit einer Folge: etwa 60 Minuten
Schauspieler: Peter Dinklage, Nikolaj Coster-Waldau, Lena Headay, Emilia Clarke, Kit Harrington, Aiden Gillen, Sophie Turner, Maisie Williams, Nathalie Emmanuel, Gewndoline Christie, Conleth Hill, Iain Glein, Jerome Flynn
Rezensionen zu weiteren Staffeln: Season 5 / Season 6

Meine Meinung:
Wenn es dieses Jahr schon keine neuen Folgen der Serie gibt, dann gibt es hier wenigsten eine neue Besprechung der letzten Staffel. Ist doch eine schöne Begründung dafür, dass ich fast ein komplettes Jahr gebraucht hab um das endlich mal zu tippen, oder? :D

Vermutlich lag meine fehlende Motivation aber einfach darin begründet, dass mich die Staffel nur bedingt überzeugen konnte.
Klar, gab es Momente, die mir sehr gut gefallen haben, bei der massiven Auswahl an Schauplätzen und Charakteren wäre alles andere ja auch sehr bedenklich. Highlight waren für mich die vielen Zusammentreffen und Wiedervereinigungen von vielen Charakteren. Sei es jetzt, dass die meisten der politisch einflussreichsten Figuren endlich mal alle an einem Ort waren oder dass (die Reste) einer Familie endlich wieder zusammen gekommen sind. Alles sehr faszinierend und/oder herzerwärmend.

Aber gleichzeitig war ich die gesamte Staffel über davon irritiert, wie schnell sich Charaktere über ganz Westeros hinweg bewegen konnten. Wo in Staffel 1 die Reise von Winterfell nach King’s Landing noch gefühlte Ewigkeiten dauerte, ging es hier so schnell wie eine Schiff-Fahrt von King’s Landing zu Dragonstone. Und ich mein nicht Sendezeit, sondern Zeit, die in der Serie vergeht. Das war einfach total unstimmig. Man merkt einfach viel zu sehr, dass sich die Serie selbst dem Ende zuneigt und jetzt noch sauviel passieren muss. Es ist eben nur eine Staffel, und die nur mit 6 Folgen übrig. Und wenn jemand halt über 60 Folgen brauchte, um seinen (sehr hübschen) Hintern nach Westeros zu bekommen, muss sie da viel in sehr wenig Zeit zu erobern versuchen.
Ich hab es immer sehr gemocht, dass GoT sich auch Zeit genommen hat für die ruhigen Momente, für Gespräche zwischen Charakteren (gab es hier auch noch – Jaime und Olenna <3 zum Beispiel, aber viel, viel weniger) und es eben nicht nur Action-Fantasy war. Und hier ist der Schwerpunkt leider viel zu sehr auf die Action-Seite gelegt worden.

Optisch war das natürlich großartig, das war ja schon immer auch eine der Stärken der Serie und das ist in dieser Staffel eher noch besser geworden. Aber auch kein Wunder, wenn wie ich meine, das Budget gleich geblieben und nur auf weniger Episoden verteilt wurde. Das ist visuell schon beeindruckend, was sich da auf dem Bildschirm abspielt. Gerade die Szenen am Wall bleiben da echt in Erinnerung. Und die Drachen sind halt mal, endlich!, viel in Action zu sehen, dass ist ja schon fast zwangsweise beeindruckend. Auch wenn ihr Schicksal nicht immer so schön ist…

Und manche Charakterentwicklung ist einfach naja langweilig bis einfach nur seltsam. Ersteres war bei dem Liebespaar der Staffel zu sehen und ich fand es einfach nur öde, auf welche Art das ewig angekündigt wurde aber gleichzeitig kaum was davon sich natürlich angefühlt hat. Da gab es keinerlei Anziehungskraft zwischen den beiden, sie wurden einfach nur ein Paar, weil sie es halt werden mussten. The story must go on…
Und dann ist da noch Littlefinger *seufz* Was war das denn für ein Blödsinn? Viel zu schnell, aus dem nichts und der ganze Aufbau zu der Szene einfach nur so offensichtlich dämlich. Das es passiert ist, war ja okay, auch wenn ich darauf hätte verzichten können, aber das wie. Das kann GoT echt um Welten besser.

Handwerklich top, aber erzähltechnisch hatte die Staffel für mich doch deutlich gegenüber der Vorgängerstaffel nachgelassen. Sei es das Ereignisse viel zu schnell passieren, sich Leute durch Westeros bewegen als seien sie Schachfiguren auf einem Spielbrett oder sich manche einfach unlogisch verhalten (looking at you Arya!). Man merkt einfach, dass nicht die Zeit da war um den Charakteren die gleiche Sorgfältigkeit und Aufmerksamkeit zu widmen wie bisher. Oder vielleicht liegt es auch an der fehlenden Buchvorlage. Natürlich kann ich die finale Staffel auf der einen Seite nicht erwarten – wer regiert über Westeros? Existiert Westeros überhaupt noch? Lebt da noch jemand? Kommen Jaime und Brienne zusammen? Hört Bran auf langweilig zu sein? Gibt es Drachenbabys? -, aber gleichzeitig sind meine Erwartungen auf der anderen Seite nach dieser Staffel nicht mehr sonderlich hoch.

*hofft immer noch auf ein Spin-Off, dass die Geschichte Valyrias** erzählt*
**Valyria ist eigentlich ein schöner Mädchenname….

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{Gelesen} Jim Butcher: Wolfsjagd

Originaltitel: Fool Moon
Taschenbuch, 368 Seiten
Feder&Schwert, 2012
ISBN: 978-3-86762-112-0
Dresden Files #2
Goodreads

Klappentext:
Chicago wird von einer Mordserie in Angst und Schrecken versetzt – alle vier Wochen, wenn der Vollmond fahl am Himmel steht, sterben in der Stadt unzählige Menschen. Fallen sie einem Psychopathen zum Opfer? Einer Gang? Oder etwas ganz anderem?
Harry Dresden, Privatermittler mit besonderen Fähigkeiten und Polizeiinformant wider Willen, wird schneller, als ihm lieb ist, in diesen Fall verwickelt. Immer wieder kreuzen dabei Menschen seinen Weg, die ein dunkles Geheimnis haben: Im Schutz der Dunkelheit verwandeln sie sich – und jagen.

Meine Meinung:
Wenn ich weiterhin einen Band der Reihe pro Jahr lese, hab ich lang meine Freude dran…. xD

In diesem Band schlägt sich Dresden mit Werwölfen rum. Und der Mafia. Und dem FBI. Und, wie üblich, eigentlich praktisch jedem, der ihm über den Weg läuft. Sein angenehmer Charakter und seine menschenfreundliche Einstellung (#Ironie) machen eben seinen Charme aus. Ich mag ihn wirklich. Und er ist auch der Hauptgrund, warum mir der Band gut – wenn auch nicht ganz so gut wie Band 1 – gefallen hat. Dresden ist einfach faszinierend, sehr gebildet und talentiert auf dem Gebiet der Magie, ein absoluter Misanthrop (gibt es da auch einen Begriff für, der nicht nur Menschen, sondern auch übernatürliche Wesen einschließt?), talentiert dafür, sich bei wichtigen/mächtigen Personen unbeliebt und sich so in größte Schwierigkeiten zu bringen. Und sein bester Ratgeber ist ein sprechender Schädel. What’s there not to love?

Und das ist auch gut so, denn die andere wichtige Person – Murphy, eine Polizistin –  ging mir sehr auf die Nerven. Ich fand ihr Verhalten hier total albern und unangebracht. Da war mir Susan, die viel zu neugierige Journalistin, viel lieber. Aber ganz allgemein gesagt, hab ich den Eindruck Frauen realistisch als ganz normale Menschen zu schreiben, ist nicht gerade Butchers starke Seite.

Die Handlung selbst ist okay. Sie macht Spaß, ist zum großen Teil auch spannend, aber teilweise fand ich sie auch unverständlich. Die Feinheiten der verschiedenen Werwolf-Gattungen (in dem Buch gibt es vier Arten) waren für mich nicht so ganz klar. Manchmal konnte ich die Motivation einiger Figuren beziehungsweise ihre Gesinnungswandel nicht so ganz nachvollziehen und es gibt einige Löcher in der Handlung, aber nichts war so störend, dass es mich aus dem Lesefluss gerissen hätte.

Eine gelungene Fortsetzung, welche einen tiefer in Dresdens Welt führt und einige Hinweise darauf gibt, dass es noch viel über Dresdens Vergangenheit zu erfahren gibt. Ich bin schon gespannt auf die nächsten Bände, vor allem da ich schon mehrmals gelesen habe, dass die Reihe erst ab dem dritten Band wirklich gut werden soll.

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{Media Monday} #363

Nach einer erkältungsbedingten Woche Ruhe hier im Blog (aber dafür hab ich die fünfte Staffel Supernatural beendet!), geht es weiter mit dem Media Monday:

1. Eines der ungewöhnlichsten Filmerlebnisse in letzter Zeit war für mich oh Gott. Nein, das ist nicht der Filmtitel, sondern eine Einschätzung des Schwierigkeitsgrades der Frage. Äh keine Ahnung, mein Filmkonsum ist ziemlich mainstream und gewöhnlich. Wobei: ich hab nen Film auf Deutsch gesehen, das ist für mich schon ungewöhnlich.

2. Dean Winchester (zumindest bis Staffel 5 #Disclaimer) ist eine so großartige Figur, schließlich ist er innerlich so unheimlich kaputt und das macht ihn so faszinierend.

3. Wie kann es eigentlich angehen, dass ich bislang keine mit gefallende Antwort auf die Frage gefunden habe?.

4. Mittlerweile kenne ich wohl beinahe jeden Film von/mit ähhhhh, vielleicht sollte ich mehr auf die Namen der Beteiligten achten…. Depp vielleicht?

5. Johnny Depp ist ja leider wirklich unglaublich schlecht gealtert, denn in letzter Zeit macht er ja nur noch negative Schlagzeilen (und optisch ist er auch nicht toll gealtert).

6. Ist die Rede von Sommerlektüre, so hab ich noch nie verstanden, wie man sich seine Lektüre nach der Jahreszeit aussuchen kann.

7. Zuletzt habe ich zwei Blogbeiträge vorgeplant und das war sehr ungewöhnlich, weil ich mich meistens nicht dazu aufraffen kann (und mich dann unter der Woche für meine Faulheit verfluche).

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{Monatsrückblick} #5

Gelebt:
Die Freibadsaison hat begonnen. Die Sonnenbrandsaison hat begonnen. Meine Sonnenmilch ist abgelaufen. #sameprocedureaseveryyear
Ich bin der festen Überzeugung, dass ich im Mai viel gemacht habe – aber mir will nichts einfallen. What the hell?

Gelesen:
Ich habe mich durch den Rest der Tiffany Aching-Bände aus Pratchetts Discworld gelesen und ♥ Es ist schön zu erleben, wie Tiffany über diese fünf Bände konsequent reifer und erwachsener wird ohne dabei die Kernelemente ihrer Persönlichkeit zu verlieren. Charakterentwicklung at its best. Außerdem Freundinnen fürs Leben, der erste Band der Nightingale-Schwestern-Reihe von Donna Douglas, der mir besser gefallen hat als erwartet. Schöne Geschichte, die sich nicht scheut auch schwierige Themen (z.B. familiärer Missbrauch) anzusprechen.
Und dann war da noch der Doppelband Bob der Streuner / Bob und wie er die Welt sieht, von dem ich mir so viel mehr erhofft hatte. Sehr simpler Schreibstil mit unzähligen inhaltlichen Wiederholungen. Außerdem ein Kinderbuch mit Gruselgeschichten, die nun ja, alles waren. Nur nicht gruselig.
Und natürlich auch wieder wie üblich ein paar Angel– und Buffy-Comics, die mir aber echt nicht in Erinnerung geblieben sind.

Gesehen:
Uhm *grübel*
Deadpool 2 im Kino. #TeamDomino
Und Murder on the Orient-Express (die 2017-Verfilmung von Branagh), welche mir wirklich gut gefallen hat. Ist das eigentlich ein (neuer) Trend, Depp in der Werbung für einen Film unheimlich zu betonen, wenn er im Film kaum vorkommt? War hier so und ist mir auch schon bei Into the Woods so aufgefallen. Aber freu mich schon auf die geplante nächste Poirot-Verfilmung. Und noch Der Richter mit Downey Jr. und Davall, den ich aber sehr langatmig und wenig ansprechend fand.
Bei Serien hab ich die zweite Staffel von The Expanse gesehen und wow. Klasse Fortsetzung, die sich viel mehr mit den politischen Konflikten beschäftigt. Dann noch die erste Staffel von Hannibal (die Pilzfolge ist auch beim x-ten Sehen fürchterlich!) und so viel Liebe dafür <3 Und die erste Staffel von Suburra, einer italienischen Netflix-Produktion. Das war etwas enttäuschend, weil ich realisieren musste, dass ich auch nach nem Jahr Vokabellernen mit Duolingo und Memrise einfach so gut wie nix verstehe. Kann die Serie aber nichts dafür und sie ist auch wirklich gut.
Ach beinah vergessen: Die vierte Staffel von White Collar hab ich auch endlich beendet. Und meh, die mag ich am wenigsten, Sam ist einfach scheiße.
Außerdem natürlich, es war ja Mai: Eurovision Song Contest
So viele Punkte für Deutschland ey. So seltsam. Und kaum einer mochte meine Favoriten *schmoll*

Neuzugänge:

Und jetzt weiß ich nicht, was ich zu erst davon lesen soll. Harris? Sanderson? Carriger?

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{Gesehen} Supernatural Season 4

image wikipedia.org

Darum geht es:
At the start of the fourth season, Dean has been freed from Hell, but he can’t remember how or what happened while he was there. It soon becomes clear that Sam has secrets of his own, including what happened in the four months Dean was gone. There are whispers that an evil demon will soon be freed from its prison. If Sam and Dean can’t stop it, it could mean the Apocalypse …

Eckdaten:
Trailer: Youtube
Sender:
The CW
Jahr: 2008
Staffel: 4 von bisher 14
Anzahl Folgen/Staffel: 22
Laufzeit einer Folge: etwa 45 Minuten
Schauspieler: Jared Padalecki, Jensen Ackles, Genevieve Cortese, Misha Collins, Jim Beaver, Julie McNiven, Robert Wisdom
Rezensionen zu weiteren Staffeln: Season 1 / Season 2 / Season 3

Meine Meinung:
Ah, das ist also Castiel. Schön, ihn endlich kennen zu lernen, jetzt fühl ich mich durch die ganzen Bilder und so weiter, in denen ja immer alle drei zu sehen sind, gleich viel weniger gespoilert xD Aber er ist auch so viel ernsthafter als ich mir ihn vorgestellt hab. Und schweigsamer. Aber trotzdem eine gute Ergänzung zu den zwei Winchester-Jungs.

Und so viel mehr Bob. Schön, dass er endlich mal mehr in einer Staffel vorkommt. Die beiden bräuchten öfter jemand, der erst denkt und dann handelt. Dagegen fand ich Ruby hier viel weniger interessant als in der dritten Staffel. Ich weiß nicht, ob es an dem Wechsel der Schauspielerin liegt oder daran, wie der Charakter in der Staffel geschrieben wurde, aber ich fand sie gleichzeitig langweilig und nervend. Außerdem war es nicht gerade glaubwürdig, dass weder Sam noch Dean ihre Erklärungen und ihre Motivation angezweifelt haben. Und es nervt doch mit der Zeit etwas, wie schwer es der Serie offensichtlich fällt gute Frauenfiguren zu schreiben und über einen längeren Zeitraum am Leben zu lassen.

Aber ein Highlight war für mich Sams Abhängigkeit von Dämonenblut. Zum einen fand ich es eine tolle Möglichkeit für Padalecki mehr von seiner schauspielerischen Bandbreite zu zeigen und zum anderen ist es auch einfach eine gute Metapher für Drogenkomsum. Erst wirkt es total harmlos oder sogar hilfreich, endet aber nie gut.

Etwas schade fand ich die starke Konzentration auf die christliche Mythologie um Engel und Luzifer/Dämonen. Für mich hat das immer etwas die Wirkung, dass da mit das Christentum (bzw. allgemein die (Gottes-)Vorstellungen der abrahamitischen Religionen) als richtig und im Umkehrschluss dann alle anderen Religionen, und besonders eben polytheistische als falsch dargestellt werden. Und das halte ich für keine gute Botschaft.

Insgesamt eine spannende Staffel mit deutlicher Abkehr von den Monster-der-Woche-Folgen hin zu einer deutlich serialeren Struktur, was ich sehr begrüße. Herz der Serie ist natürlich weiterhin das Verhältnis von Sam und Dean zueinander

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{Media Monday} #361

media-monday-361

1. Deadpool 2 hat mich schon ziemlich begeistert, schließlich ist Domino eine großartige Ergänzung des Casts.

2. Im Moment sehe ich gefühlt am laufenden Band Filme/Serien mit überraschend wenig Gemeinsamkeiten.

3. Der Sommer naht und mit ihm auch das Sommerloch. Dennoch freue ich mich in den nächsten Monaten auf meinen Sommerurlaub.

4. Wer von mir mal eine Empfehlung für richtig tolle Urlaubslektüre haben möchte muss mir vorher auch was über ihre Vorlieben erzählen, ansonsten wird es einfach wildes Raten.

5. Nachdem das Theater um die DSGVO nun langsam abebbt und der „Stichtag“ erreicht worden ist, fühle ich mich immer noch total verunsichert.

6. Für die kommende Woche würde ich mir ja wünschen, dass der Montag und der Dienstag schnell vorbei sind (kurze Arbeitswochen sind herrlich <3).

7. Zuletzt habe ich mich die halbe Nacht schlaflos im Bett herumgewälzt und das war frustrierend, weil ich a) jetzt todmüde bin und b) nicht mal weiß, warum ich nicht schlafen konnte..

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